
Was gute Poker Starthände (bzw. ein gutes
Texas Hold'em
Startblatt) sind, hängt natürlich auch damit zusammen,
wie viele Spieler am Tisch sitzen und wie weit das Spiel / Turnier fortgeschritten ist. Anfänger neigen in der Regel dazu, jedes Blatt zu
spielen, weil sie gerne den Flop sehen wollen. Denn es könnte ja sein, dass aus ihrem Blatt eine Gewinnerhand wird. Man muss sich aber bewusst
sein, dass an einem Tisch mit vielen Spielern in der Regel nur ein äusserst gutes Blatt reicht, um den Pot zu gewinnen. Wenn die Pocket Cards
schlecht sind, macht es daher überhaupt keinen Sinn, Chips für die Ansicht des Flops zu bezahlen. Passen ist für diese Fälle die beste Variante.
Das Beurteilen seiner Starthände ist demzufolge eine äusserst wichtige Fähigkeit, die jeder Spieler beherrschen sollte. Nachfolgend eine
Aufstellung, was bei einem vollen Tisch zu Beginn als gutes Startblatt bezeichnet werden kann. Dabei werden die Starthände zusätzlich
noch in Gruppen unterteilt:
| Gruppe 1 |
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Dies sind die absoluten Premium Pocket Cards (Hole Cards). Hier sollte man unbedingt die Einsätze erhöhen, damit viel
Geld in den Pot wandert. Es führt auch dazu, dass einige Mitspieler vor dem Flop aussteigen. Wenn zu viele Spieler den Flop sehen, besteht
immer die Möglichkeit, dass bei jemandem aus einem schlechten Blatt auf einmal eine Gewinnerhand wird (gefährlich werden z.B. Straights,
Flushes und doppelte Paare). Generell muss nach dem Flop immer geschaut werden, ob eine solche Gefahr besteht. Wenn nicht, unbedingt
weiterhin sehr aggressiv spielen und so versuchen, die anderen Spieler zum Passen zu bringen.
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| Gruppe 2 |
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Dies sind auch sehr gute Starthände, allerdings besteht immer die Gefahr, jemanden am Tisch zu haben, welcher Starthände der Gruppe 1
besitzt. In der Regel sollte man Erhöhungen der Gegner aber mitgehen. Beachte bitte, dass Karten der selben Farbe (suited) natürlich
immer besser sind als wenn nicht (so ist AKs einiges besser als nur AK).
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| Gruppe 3 |
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Nun befinden wir uns in der Gruppe der Starthände, welche es rechtfertigen, die nicht allzu hohen Einsätze der Gegener zu callen.
Man muss sich nun aber absolut bewusst sein, dass es wohl Gegner mit besseren Startblättern gibt. Allzu aggressiv zu spielen wäre
ein Fehler. Wenn nach dem Flop der Drilling kommt (die Wahrscheinlichkeit liegt etwa bei 12%), kann man unter Berücksichtigung
der Straight- und Flush-Gefahr aber davon ausgehen, dass es wohl meistens zum Gewinn des Pots reicht. Wenn ein Ass im Flop liegt, könnte
es auch ziemlich eng werden und man sollte nicht zu viele Chips riskieren.
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| Gruppe 4 |
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Zu dieser Gruppe gehören alle anderen kleinen Paare sowie die restlichen Ass-Kombinationen der gleichen Farbe. Diese Gruppe
sollte man eigentlich schon nicht mehr unbedingt spielen (zumindest der Anfänger). Der Fortgeschrittene wird hingegen versuchen herauszufinden,
ob sich das Ansehen des Flops lohnt. Schwierig wird es, wenn man ein zweites Ass bekommt aber wegen dem tiefen Kicker möglicherweise
gegen jemanden schlecht dasteht, der ebenfalls ein Ass hat (allerdings mit höherem Kicker). Dies kann zu einer richtigen Falle werden.
Daher aufgepasst und lieber vorgängig passen.
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| Gruppe 5 |
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Diese letzte Gruppe beinhaltet die restlichen Ass-Kombinationen (unsuited) sowie Karten nacheinander (suited und unsuited).
Es sind gar nicht mehr alle Kombinationen aufgeführt. Dies sind in der Regel Starthände, wo man ohne treffende Gemeinschaftskarten
den Pot nicht gewinnen kann. Daher hat man nur eine Chance, wenn man günstig callen kann. Diese Starthände sollten vom Anfänger
bei einem vollen Tisch nicht gespielt werden. Es sei nochmals erwähnt, dass ein Ass mit einer kleinen Karte öfters schief geht als
es sich lohnt. Darum unbedingt vorsichtig sein.
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